Charity

Sa., 21. März
In den verbleibenden Tagen hatten wir nun auch Zeit, uns die Hilfsprojekte der DBO etwas genauer anzuschauen. Wir wollten ja auch sehen, wo der Erlös aus der Versteigerung unserer 3 Adler, welche nahezu vollständig aus euren Spenden finanziert wurden, hinfließt. Am Samstag ging es zuerst zur Lambai Nursery School in der Nähe von Sukuta. In dieser Vorschule werden 3- bis 6-jährige Kinder von Lamin Samanteh und seinen Helfern unterrichtet. Da in ihren Familien zumeist nur Mandinka (die verbreitetste Sprache im Land) gesprochen wird, werden Ihnen hier hauptsächlich Grundkenntnisse in Englisch, der Amtssprache in Gambia, vermittelt. Mit diesen Grundlagen werden die Kinder auf die weiterführende Schule vorbereitet, deren Unterrichtssprache Englisch ist. Wir wurden mit Liedern begrüßt und konnten uns die Klassenräume der Schule ansehen. Heinz erklärte uns, dass mittlerweile 150 Kinder hier lernen, was uns angesichts der kleinen Schule unvorstellbar erschien. Wir Rallyeteilnehmer verteilten kleine Geschenke und verabschiedeten uns herzlich.

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Am Nachmittag ging es zum Sukuta Healthcenter, einer Krankenstation. Hier können bis zu 200 Patienten am Tag versorgt werden. Hauptsächlich werden Malaria, Grippe und Knochenbrüche behandelt, aber auch viele Kinder werden hier zur Welt gebracht. Nur in schweren Fällen werden die Patienten von hier aus zu einem Arzt oder ins Krankenhaus gebracht. Nebenan gibt es den Womensgarden, in dem die Frauen des Ortes Gemüse anbauen. Nach den Erklärungen des Verantwortlichen konnten wir uns das Gelände und die Räumlichkeiten ansehen. Die Ausstattung und die Gerätschaften sind einfach, erfüllen aber Ihren Zweck. Im hinteren Grundstücksteil war bereits ein neuer Rohbau für eine Erweiterung der Station errichtet. Hier sollen auch kleine Zimmer entstehen, in denen temporäre Helfer aus anderen Ländern untergebracht werden können. Schnell wurden wir auch hier wieder von vielen Kindern umringt. André und Steffen verteilten Kuscheltiere an die Kleinen.

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Weiter ging es nach Sanjang zur Kobisala School, diese wurde vor einigen Jahren von Buba Bojang mit Hilfe der DBO gegründet und ständig erweitert. Es gibt jetzt mittlerweile 10 Klassenräume und die Kinder werden in der Nursery School und in der Primary School (Hauptschule, 1. bis 3. Klasse) unterrichtet. Das Schulgelände und die Räume waren wesentlich größer als die Möglichkeiten in Sukuta. Unser Team konnte Buba und einigen seiner Schüler eine große Schulmappe mit Unterrichtsmaterial (Stifte, Lineale, Malblöcke, Füller) für viele Kinder und einige Kuscheltiere übergeben.

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Zum Abend fuhren wir zum Fußballplatz des Ortes, hier sollte jetzt ein Fußballspiel zwischen den Ortsansässigen und einer DBO-Rallye-Auswahl stattfinden. Es wurden zweimal 30 Minuten gespielt, zwischenzeitlich konnte man denken, uns wurde absichtlich das Spiel etwas leichter gemacht. Jedenfalls kam es zum Schluß zum Elfmeterschießen und die Gastgeber gewannen. Mario schoß einige unserer gesponserten Fußbälle aufs Feld, die Kinder freuten sich.

Mo., 23. März
Am Montagmorgen konnten wir uns die neueste von der DBO errichtete Schule ansehen, die Brusubischule oder auch Interior Academy. Hier stellte uns die deutsche Schulleiterin Birgit Rose ihre Schule, die Kinder und Lehrer vor. Die größte Besonderheit ist hier, dass mit behinderten Kindern gearbeitet wird. Zum Teil kümmern sich daher drei Betreuer liebevoll um eine Klasse. Behinderte werden sonst in Gambia wie Aussätzige behandelt, viele Eltern schämen sich für ihre Kinder. Das Ziel von „Rose“ und Ihren Kollegen ist es, ihnen und auch allen anderen Kindern Stolz und Selbstvertrauen zu geben. Wir gingen in die verschiedenen Klassen, es wurde mit den Kindern gesungen und getanzt. Später hat das Team Austria for Africa Express an jedes Kind Spendenpakete verteilt. Wir übergaben Rose eine Kiste mit Zahnbürsten und Zahnpasta sowie noch 4 neue Lederfußbälle. Das Zähneputzen wird in Gambia oft in den Schulen durchgeführt, da hier die nötige Disziplin herrscht und eine Anleitung stattfinden kann.

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Danach konnten wir uns schräg gegenüber die Ausbildungswerkstatt ansehen, hier werden Automechaniker ausgebildet. Aaron und sein Team bilden aus und reparieren auch kommerziell LKW und PKW, womit sie sich bereits einen guten Ruf erarbeitet haben. Für die theoretische Ausbildung bekommen sie auch oft Unterstützung von Kfz-Meistern aus Deutschland, welche zu diesem Zweck für 3 Wochen nach Gambia kommen. Die von uns allen geliebte W50-Feuerwehr bekommt hier Ihre neue Bestimmung. Sie wird in Zukunft als Servicefahrzeug auch Reparaturaufträge direkt beim Kunden unterstützen. In dieser Werkstatt landet auch der größte Teil des Rallye-Werkzeugs, so auch unseres. Mit dem Flugzeug können wir es ja nicht mit zurück nehmen und Aaron hat sich zum Ziel gesetzt, jeden ausgebildeten Mechaniker mit einem kompletten Werkzeugsatz aus der Lehre zu entlassen, so dass für eine eigene Werkstatt zumindest diese Hürde genommen ist.

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