Es wird bunt

Die Karawane zieht weiter – wir starten nach einfachem Frühstück Richtung Senegal. Es ist eine 300km-Etappe und wir hoffen trotz Grenzübertritt und Pistenfahrten auf eine Ankunft im Tageslicht.
uerst geht es wieder durch Nouakchott. Hier hat gestern das Team „Graue Wölfe“ eine Werkstatt vier Stunden damit beschäftigt, ihren Fiesta Courier fahrbereit zu halten. Für scheinbar angemessene 130 Euro. Jetzt müssen wir feststellen: Geld rausgeschmissen, der Konvoi steht wieder. Dieses Fahrzeug zwingt uns seit der Wüsteneinfahrt zu ständigen Stopps. Jetzt ist auch noch der Stoßdämpfer abgeknickt. Das Red Eagle Team kommt wieder ins Spiel und spendiert einen Fußball! Dieser wird abenteuerlich, aber geschickt auf dem Querträger montiert und realisiert den nötigen Freigang des Hinterrades zur Karosserie bei deutlich verbessertem Federungskomfort. Dieser Ball wurde übrigens aus dem Fundus des SV Grünweiss Klein Kreutz gestiftet, vielen Dank!

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Es geht endlich weiter und die Landschaft beginnt sich zu wandeln. Mehr Bäume, mehr Grün. Wir wechseln von der Wüste in die Savanne. Auch die Siedlungen entlang der Straße nehmen zu. Der Tross verlässt mal wieder die Hauptstraße, um über Waschbrettpisten das Vogelschutzgebiet Djama zu durchqueren. Während auf der einen Seite statt Dromedare und Esel nun Zebu-Rinder und kleine Pferde weiden, sind tatsächlich zwischen Schilf und Mangroven Pelikane, Reiher und vereinzelt Greifvögel zu entdecken. Immer wieder kreuzen auch Warzenschweine unseren Weg. Der anschließende Grenzübertritt in den Senegal erweist sich als reibungslos. Mit kurzer Wartezeit erhalten alle ein Visum und die Fahrt geht weiter.
Hier beginnt Schwarzafrika! Viele Menschen in bunten Farben in richtigen Orten an besseren Straßen…
Mit Sonnenuntergang erreichen wir Saint-Louis. Es ist natürlich stockfinster, als wir die auf Inseln gelegene Stadt durchquert haben und unser Hotel mit Campingplatz auf dem äußersten Ende der Stadt erreichen. Unserem Team ist beim Anblick des Sandplatzes und dem penetranten Geruch nach fauligem Fisch die Lust auf Zelten vergangen! Wir können das Hotelpersonal überzeugen, die Hochzeitssuite (einfaches, größeres 3er- Zimmer mit Bildnis halbnackter Dame) für 7 Personen aufzubetten. Für alle Teams wird ein ganz annehmbares Buffet aufgefahren und es wird in kleinen Runden etwas länger zusammengesessen, morgen ist ja noch mal frei! Übrigens konnte endlich der schwer beschädigte Fiesta Courier losgeschlagen werden! Die Entsorgung ist grundsätzlich nicht so einfach, aber das Auto wurde einem Zollbeamten geschenkt und damit alle Formalitäten unkompliziert gelöst. Er durfte sogar noch bis hierher mit, um zwei Nächte als Schlafplatz zu dienen. Alle sind zufrieden!

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